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Milies - das malerische Endziel der kleinen Pilionbahn

Inhaltsverzeichnis


Lage

Milies ist ein zentral auf dem Pilion in 450 Höhe gelegenes Bergdorf. Bis nach Volos sind es rund 18 Kilometer. Bedingt durch die Höhenlage, hat man von vielen Punkten dieses Pilion-Dorfes aus phantastische Ausblicke auf die bergige, grüne Umgebung mit seinen Apfel-, Walnuss und Olivenbäumen und das dahinterliegende azurblaue Meer.

Wissenswertes

Das Dorf Milies ist heute vor allem bei Liebhabern alter Technik sehr bekannt: Schließlich endet hier die historische Strecke der heute als Touristenattraktion betriebenen Pilion-Bahn „Moutzouris“.

Außer dem Bahnhof der Pilion-Bahn verfügt Milies noch über einige weitere Sehenswürdigkeiten: Erwähnt seien hier nur die Kirche „Taxiarchis“ mit ihren bemerkenswerten Wandmalereien und der wohl einmaligen antiken Stereo-Akkustik, die Kirche „Agios Nikolaos“ mit den Gräbern der Freiheitskäpfer Anthimos Gazis, Grigorios Konstantas und Daniel Filipidis, die öffentliche Bibliothek mit tausenden – teilweise recht seltenen – Büchern, Manuskripten, Briefen und Lehrmaterial sowie das kleine Heimatkundemuseum.

Der komplette Ort ist noch von den originalen, gepflasterten Wegen durchzogen. Diese führen fast alle zur Plateia. Dieses Zentrum von Milies ist umgeben von zwei Tavernen und der Kirche „Taxiachris“. Große Platanen spenden dem Wanderer wohltuenden Schatten.

Die älteste Schule des Ortes war bei Ihrer Gründung 1814 eine der ganz wenigen griechischen Schulen, die von der türkischen Besatzung überhaupt geduldet wurden und in denen die griechische Sprache unterrichtet werden durfte. Wen wundert´s also, dass der Pilion heute als eine der wichtigen Keimzeilen der griechischen Unabhängigkeitsbewegung gilt…

Einige der Berühmtheiten, die maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Griechenland als souveränen Staat hatten, kamen aus Milies. Und sicherlich ist das einer der Gründe, warum in diesem Ort das Thema „Tradition“ sehr ernst genommen wird: Alle alten Häuser stehen unter Denkmalschutz, neue Häuser dürfen ausnahmlos und nur unter strengen Auflagen im alten Stil erbaut werden. Der örtliche Kulturverein „Grigorios Konstantas“ veranstaltet eine ganze Reihe von kulturellen Höhepunkten wie dem Festival der „Agia Paraskevi“ am 26. Juli.

Ausflüge

Außer zwei asphaltierten Gassen kann der Ort nur durch eine Vielzahl von Treppen und gepflasterten Gassen erreicht werden. Auch hier führen diese fast alle auf die „Platia“. Rund um diesen zentralen Dorfplatz gibt es einige Kafenia und Tavernen. In denen könnn Sie gemütlich bei der lokalem Spezialität „Tyropsomo“ (einem mit Käse überbackenen Brot) und einigen „Firikia“ (die kleinen, sehr leckeren Bergäpfel der Region) unter riesigen Platanen das Dorfgeschehen beobachten.

Bei Wanderern ist ein alter Maultierpfad bei Milies sehr beliebt, der quer durch den Wald in etwa 4 Stunden zur anderen Seite des Pilion führt. Dort endet er unweit der alten Bogenbrücke von Tsangarada.
Zur entgegegesetzen Richtung wandert man bergab, Kala Nera zum Beispiel erreicht man von Milies aus in etwa 2 Stunden, nachdem man Wasserfälle und die kleine Siedlung Argireika passiert hat.
Wer es weniger anstrengend mag, der erkundet die recht kurze Strecke in das nordwestlich gelegene Vizitsa.