Wissenswertes über den Pilion (Magnesia, Thessalien, Griechenland)Der Pilion ist eine Halbinsel auf dem Festland von Griechenland, welche auf der Karte betrachtet die Form eines umgedrehten Stiefels hat und ziemlich exakt zwischen Athen und Thessaloniki liegt. Diese Halbinsel ist Bestandteil der Region Thessalien und befindet sich in der Präfektur (-> vergleichbar mit unseren Bundesländern) Magnesia. Die Hauptstadt von Magnesia - und das Tor zum Pilion - ist Volos. Der Pilion spielt in der griechischen Mythologie als die Heimat der Zentauren eine recht wichtige Rolle. Ein wenig mehr zu diesem Thema sowie einen kurzer Abriss der Vergangenheit dieser Halbinsel finden Sie auf der Seite Geschichte des Pilion. Der Ostteil des Pilion ist recht unwegsam und fällt steil ins Meer ab. Die wenigen Orte hier scheinen sich oft regelrecht in die Felsen zu krallen. Die wichtigsten Ortschaften hier (von Nord nach Süg) sind Horefto, mit seinem schönen Strand, das geschichtsträchtige Bergdorf Zagora mit seinen so typischen Herrenhäusern, der Touristenmagnet Agios Ioannis mit dem berühmten Strand von Papa Nero in direkter Nachbarschaft, Damouchari, das winzige, aber weit verstreute Dorf mit dem einzigen natürlichen Hafen des Ost-Pilion sowie das vor über 500 Jahren in einem Kastanienwald gegründete Tsagarada mit dem Milopotamos-Strand. Der Westteil der Pelion-Halbinsel dagegen fällt sachte in das Meer ab. Hier gibt es einige natürliche Häfen und viel bessere Strassen, so dass dieser Teil auch der erschlossenere Teil dieser grünen Landschaft ist. Die wichtigsten Ortschaften des West-Pilion sind (ebenfalls von Nord nach Süd) der Badeort Agria, das alte Fischerdorf Kala Nera, welches heute als das touristische Zentrum des Pilion gilt, das Dorf Afissos, das gleich einem Amphitheater auf den Pagasitischen Golf herunterblick, die beiden Dörfer Horto und Milina, welche langsam aber sicher zu einem Ort verwachsen sowie das ansehnliche Dörfchen Trikeri mit seinen weissen Herrenhäusern. Ein Pilion-Stammkunde prägte einmal den Spruch: "Pilion - die griechische Version des Schwarzwaldes plus Sandstrände"...Diese Umschreibung versteht man spätestens dann, wenn man im Landesinneren eine Wanderung unternommen hat: Dabei passiert man dichte Laubwälder aus Buchen, Kastanien, Eichen und Platanen, die stellenweise wie ein Urwald anmuten. Wegen seiner wildwüchsigen Natur gilt der Pilion seit der Antike als die Kräuterkammer von Griechenland: Insgesamt sollen hier über 1.000 verschiedene Kräuter wachsen, es gibt sogar Waldchampignons und Steinpilze! Beim Wandern auf dem Pilion überquert man schroffe Gebirgszüge, welche vor allem an der Ostküste oft urplötzlich steil ins Meer kippen. Häufig passiert man Schluchten, durch die muntere Gebirgsbäche mit eiskaltem Quellwasser plätschern. Und wenn man dann genug gewandert ist, findet man leicht den Weg zu einer der zahlreichen Buchten oder zu einem der vielen, teilweise recht langen Sandstrände... Auf dem ganzen Pilion verteilt befinden sich etwas mehr als 40 Gebirgsdörfer und Kleinstädte, die - umgeben von dichtem Grün und hohen Bergen - oft wahrhaft idyllisch gelegen sind. Das Zentrum dieser meist uralten Ortschaften ist fast immer die "Platia" - ein runder, mit Natursteinplatten gepflasterter Dorfplatz, dem meist mächtige Platanen Schatten spenden. Einige dieser Ortschaften sind der Wintersportort Hania, das uralte Bergdorf Vizitsa mit den besterhaltensten Herrenhäusern des Pilion, Milies, dem Start- & Endbahnhof der berühmten Pilion-Bahn und die lebendige Kreisstadt Argalasti. Viele der uralten Handelswege, die lange Zeit die einzige Verbindung dieser Gebirgssiedlungen waren, sind bis heute erhalten geblieben. Diese verschlungenen, oft gepflasterten Wege mit Ihren unzähligen Treppen und einigen Bogenbrücken wurden mittlerweile schon wieder ordentlich restauriert und mit zweisprachigen Wegweisern versehen und machen den Pilion zu einem Traumziel für körperlich fitte Wanderer. Da die Anreise zum Pilion bisher nicht gerade einfach zu realisieren war, hat sich der Pilion eine Ursprünglichkeit bewahren können, die heute auch in Griechenland nicht mehr sehr oft zu finden ist. Landkarte des Pilion-Gebirges in Thessalien (Festland von Griechenland)
Zu einigen der Orte des Pilion gibt es Ortsbeschreibungen und Fotos. Um dort hinzugelangen versuchen Sie bitte auf die Ortschaft zu klicken, über die Sie Näheres erfahren wollen. Einen reinen Pilion-Reiseführer gibt es meines Wissens nach nicht. Allerdings gibt es für knapp 22,- Euro beim Michael-Müller-Verlag den Reiseführer "Nord- und Mittelgriechenland" von Peter Kanzler und Andreas Neumeier. Dieser beschäftigt sich auf etwas 30 Seiten auch mit dem Pilion, die Meteora-Klöster (ein perfekter Tagesausflug vom Pilion aus) kommen ebenfalls in diesem Buch vor. Sollten Sie eine detaillierte Landkarte in Papierform suchen, finden Sie eine Pilion-Wanderkarte bei Mapfox.
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